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Happy new Year

So jetzt wurde es Zeit auch "the real india" zu besuchen. So sind wir am 31.12 nach Puducherry umgezogen. Naja laut unseren Reisefuehrers auch nicht "real india", sondern eine franzoesisch gepraegte Stadt.

Denn Neu Jahr kommen viele Leute zum Feiern in die Stadt und unser Fahrer hat uns schon prophezeit das eine Zimmersuche schwierig wird. Im zweiten Londre die wir anschauten, sind wir dann gleich geblieben. Eine Luxus Suite mit TV und eigenem Bad. (350Rs/d) Sie hatten wie die erste auch nur noch einen Schluessel an der Wand haengen, und wir wollen lieber bald das Gepaeck loswerden, bevor es dunkel wird.

Nach "dem Ort" fuer unser Silvester sind alle gefragten einig: "The Beach promenade". Aber die 7 Stunden bisdahin lassen wir uns erst einmal durch die Stadt treiben. Die Stadt ist von kleinen Geschaeften gepraegt die aus ihren schmalen Eingaengen auf den eh schon schmalen Fussweg expandieren, sodas sich die Fussgaenger mit den Motorraedern und Autos zusammen die Strasse teilen muessen.

Also immer achtsam sein! Auf den ersten Blick mag man meinen, das die Autos die Motoraeder, die Motorraeder die Fahrraeder, und diese alle zusammen die Fussgaenger jagen. Der Eindruck entsteht dadurch, das hier der Verkehr durch die Hupe/Troete/Klingel geregelt wird, und die Anzahl der parallel fahrenden/laufenden nicht festgelegt ist. Wahr ist aber meiner Meinung, das in diesem Chaos nur deswegen doch soviele ueberleben, da hier die ueberwiegenden Leute sehr ruhig und ruecksichtsvoll fahren. Mir erklaerte ein Indischer Fahrer, das Leute die etwas ausscheren und dann von hinten angefahren werden, oft sehr boese reagieren wenn der Hintermann einfach nicht vor dem ueberholen gehupt hatte.
Groessere Kaufhaeser sind hier wirklich sehr selten. Das small business regiert hier das Strassenbild. Hier sitzt eine Frau am Rand des Trubels an einem kleinen Tisch an einer Schreibmaschiene, und diskutiert mit Ihren Mandanten, was wohl zu tippen ist. Daneben ist ein kleiner 3m breiter und 4m tiefer Laden, mit einer unglaublichen Zahl von Toepfen. Ich lasse mich an einem kleinen Stand ueber die fuer mich geigneten FlipFlops beraten. Ich werde erst bereitwillig weitergehen gelassen, als auch der Verkaeufer ueberzeugt ist, das mich wirklich keines seiner Schuhe befriedigen kann. Mit seinem Nachbarn werde ich dan fuendig, und ich akzeptiere seinen Preis von 35Rs bereitwillig ohne zu handeln.
Ups - Ich glaube ich weiche etwas von dem ab was die Ueberschrift verspricht. Aber den Weg ist das Ziel und so haben wir schon einmal eine Menge der Stadt gesehen. Nach "dem Ort" fuer unser Silvester sind alle Gefragten einig: "The Beach promenade". Wir sind schon gespannt wie hier gefeiert wird. Unterwegs sieht man viele Frauen die vor den Eingaengen, wunderschoene Muster aus Weissen und bunten Sand streuen. Nachdem es Dunkel wird und wir dann auch langsam den Strand erreichen wird die Maennerdichte immer hoeher. Das Alter sinkt auch langsam auf etwa 16-25. Nur ein paar verstreute Familien mit Kindern bleiben ueber, die wie wir auch etwas zurueckhaltend den jetzt beginnenden Treiben zuschauen.

Irgendetwas unsichtbares bringt die Leute dazu immer enthusiastischer herumzuhuepfen, spaeter dann sich immer haefiger zu umarmen und wild durcheinander zu laufen. Halb 12 beginnen dann die ersten sich gegenseitig die Haende zu schuetteln und sich "happy new year" zu wuenschen. Das Umarmen Hin- und Herlaufen wird auch immer staerker. Wir werden jetzt immer mehr mit Haenedeschuetteln und mit ZumFotoAuftellen einbezogen. Nebenbei fragen wir uns warum immer mehr Polizei aufgefahren wird. Bei diesen immer naehren Kontakten hat man auch langsam den Eindruck das doch ein grosses Mass an Alkehol im Spiel ist. Aber wir haben in den letzten Stunden einzig und allein unsere eigene 1/2 l Portwein gesehen. Wie sind die alle besoffen geworden? Haben die alle vorher schon getrunken, weil das Trinken in der Oeffentlichkeit verboten ist?

Der Moment des Jahreswechsel wird nur durch 2 explodierende Raketen kurz makiert und das dauergegacker wird kurz etwas lauter. Um 12.30 gibt es eine unerwartete Wende die Polizei vertreibt alle aber und aber hundert leute nett aber bestimmt mit wedelnden Stoecken von der Beach Promenade. Auch wir muessen gehen. Das staendige Haendeschuetteln wird nun etwas anstreangend, so retten wir uns in eine grosse geschlossende Gesellschaft eines Hotels oder so. Den Eintritt verschaffen wir uns indem wir jeden den wir im Eingangsbereich antreffen heftig die Haende schuetteln und ihnen ein heftiges happy new year entgegenwerfen.
Nachdem wir uns noch etwas an den Resten des Buffets gestaerkt haben, gehen wir dann wieder, den auch hier scheint Polizeistunde zu sein und alle gehen nach Hause.

Auf dem weg in unsere Unterkunft werden wir dem Haendeschuetteln auch langsam etwas ueberdruessig, denn weisse Haende scheinen mehr zu punkten in diesem wer-schuettelt-am-meisten-Haende Spiel.

Am 1.1 duerfen die Frauen dann wieder auf die Strasse, vor jedem Tempel stehen aberhunderte Familien Schlange um den Tempel zu besuchen. Fuer Axel gibts auch was zu sehen. Ein orginal Elefant segnet einen, sobald man ihm ein Geldstueck in seinen schon klimpernen Ruessel steckt. Der Elefant macht das nur da einer seiner zwei Pfleger ihn daran erinnert.


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